Mexico-2011 - Peñamiller

Montag, 7. November 2011 Expedition

Einen ganzen Tag besuchten wir phantastische Standorte in der Gegend um Peñamiller, Querétaro.




Unser Kakteenfreund J.C. kannte die Gegend schon von einer vorangegangenen Expedition, doch für den Rest der Truppe war es eine neue Erfahrung.

Vormittags besuchten wir ein Trockental mit einer Strombocatus disciformis - Population in unglaublich gutem Zustand. Hier einige frische Bilder aus der Steilwand:



















Den Nachmittag verbrachten wir in aller Ruhe an ungestörten Lophophora-diffusa Populationen. Es ist mir eine Freude hier erstmals Standortbilder dieser herrlichen, von uns schon lange gehegten Art zu präsentieren:






























Wieder brach die Dämmerung über uns und dem Trockenhügel herein, die letzten 150 Meter leuchteten wir mit unseren Taschenlampen durchs dunkle Gestrüpp.
Abends gabs Gute-Nacht-Gruselgeschichten von unserer Köchin in einem hervorragenden Familienbetrieb-Restaurant. Die GPS-Koordinaten dieser Wirtschaft bekommt Ihr gerne auf Anfrage über die Kommentarfunktion dieses Weblogs.
Die Köchin erzählte u.a. davon das es eine Flutkatastrophe im Ort gegeben hat, da niemand es für nötig gehalten hatte die Einwohner zu informieren das der Staudamm in Zimapan aus "Sicherheitsgründen" abgelassen wird.
Zum Anderen sprach sie von neuerdings auftretenden seltsamen Erdbeben/Rumpeln im Berg auf dem obigen Bild. Danach wären stets Militärs aufgekreuzt und hätten merkwürdige Messgeräte aufgebaut.
Zu Guter Letzt noch die Nummer von der "Hexe von Peñamiller" (Biiiep) und ab gings ins Hotelbettchen.
-Ich freue mich jetzt schon, diesen verwunschenen Ort einmal wieder zu besuchen-

Viva Mexico!

Yucca-Aussaat im Sukkulentarium

Samstag, 9. Januar 2010 Gärtnerwissenschaft

Von unserem Kakteenfreund Herrn Kauderwelsch aus Mexico bekamen wir unter anderem ein Samenpäckchen mit der Aufschrift "Agave spec. Espacio Esculórco c.v. México City " geschickt:




Die Aussaat brachte Pflanzen die uns einige Zeit Rätsel aufgaben.
Erst bei der Durchsicht der neuen Sonderpublikation der DKG ging uns ein Licht auf: es musste sich demnach um einen Vertreter aus der Gattung Yucca bzw. Hesperoyucca (Halbsträucher und Schopfbäume) handeln.

Wir haben nun zu Studienzwecken folgende zur Sammlung passende Arten dieser hochinteressanten Begleitvegetation zusammengestellt und gegen 14:00 je 25 Korn ausgesäht:



Yucca elata


Yucca flaccida


Yucca reverchonii


Yucca rigida


Yucca rostrata


Yucca torreyi


Yucca treculeana


Einen sehr guten Überblick über die Vertreter dieser wundervollen Gattung sowie Verbreitungskarten bekommt ihr H I E R.

Die Samen haben wir in je zwei verschiedenen Substraten ausgesäht:

1. rein mineralisch (Kieselgur/Blähton/Quarzkies- Körnung 0.5mm)
2. mineralisches Aussaatsubstrat + 1/3 Anzuchterde

Verwendet haben wir 13,5cm hohe Rübenwurzlertöpfe, da die Pflanzen das Pikieren & Umtopfen wohl eher nicht so gut vertragen.
Einige Autoren schreiben man sollte die Samen eine Nacht vor der Aussaat in Wasser einweichen, aber das haben wir ausfallen lassen denn die Töpfe stehen bis zur Keimung bei uns zur Hälfte im 27°C warmen 0,1%-Chinosol-Wasser. Durch die starke Kapillarwirkung der mineralischen Komponenten ist die Substratoberfläche solange dauerhaft nass.
Nachts fällt die Temperatur dann in der Anzuchtsbox auf ca.19,5°C. Bei vielen Kakteen hat sich dieser nächtliche Temperaturabfall als ausgesprochen keimfördernd erwiesen.

Über Kulturergebnisse berichten wir wie immer hier an dieser Stelle.

-Abt. Begleitvegetation-

Hochbeetbau IV - Phase 2

Donnerstag, 10. Juli 2008 Gärtnerwissenschaft

Heute ging es weiter mit dem Bau des 4.Hochbeetes.



die Trockenmauern werden innerhalb des Walls mit Lehmbatzen versehen. Wenn Wasser in die Strukturen einsickert drückt es das Lehm(-Sand-)Gemisch weiter an die Wurzeln der gegenüberliegenden Sukkulenten, was einen nachdüngenden sowie stabilisierenden Effekt bewirkt.

Treppenelement


Mauerdetail


jeder Stein findet seinen Platz, man muss nur "einen Lauf haben", dann legen sie sich wie von Selbst


in Phase 3 wird geschnetzelter Biomüll 0,5m unter der eigentichen Erdoberfläche eingebracht und mit effektiven Mikroorganismen geimpft. Anschliessend wird Humus aufgebracht (Phase 4) und dieser dann mit Baldrianblütenextrakt aktiviert. In Phase 5 folgt die sukkulente Bepflanzung der Trockenmauer.

Die AufBauarbeiten werden nur durch kurze Séancen bei div. Kaktusys unterbrochen.

Brandschäden an Turbinicarpen

Sonntag, 4. Mai 2008 Gärtnerwissenschaft

Schnell ist es passiert, man ist an einem vollsonnigen Tag ausser Haus und abends zeigen mühselig gezogene Kulturpflanzen Schäden durch zu hohe Einstrahlung:



Brandschaden an Tu. machrochele Vermaseren Orig [RF]


Brandschaden an Tu. schwarzii "rote Blüte" [RF]


Brandschaden an Tu. schwarzii Guadalcazar [RF]


Anm.: Während dieser beiden heissen Tage (1.-2.Mai) waren sämtliche 8 Fenster plus Doppelschiebetür des Gewächshauses offen. Zudem lief ein mittelgrosser Ventilator auf Stufe 2, es kann also nicht an der vielbeschworenen "stehenden Gewächshausluft" gelegen haben. Zudem wurden diese Pflanzen hellst (im Gewächshaus, auf den Stellflächen) überwintert, also keine aus der Dunkelheit eines Kellers heraufgeholten Pflanzen. Die letzte Wassergabe war 9 Tage her.

> Kommende Woche installieren wir hier im Gewächshaus ein verbessertes Schattiersystem.

Sukkulentensamen aus Lavaderos, Wirikuta (13)

Donnerstag, 24. April 2008 Wirikuta

Vor etwa 4 Wochen haben wir die extrem kleinen Blüten der Sukkulenten aus Lavaderos, Wirikuta bestäubt. An die Methode mit der Pinzette war nicht zu denken und auch mit dem Pinsel ging es kaum hinein zu den Pollen. Also wurde die "Stäbchen-Methode" angewandt, und das mit Erfolg:





hier sind die eingetrockneten Früchte zu sehen. Bei Berührung springen diese auf und der staubfeine Samen kullert durchs Land...


Beim ersten Pikieren waren wie sehr überrascht eine Rübenwurzel zu entdecken!

Wir haben nun etwa 300 Samen geerntet, gesäubert und eingetütet. Nun ist der erste Vegetationszyklus abgeschlossen und es geht wieder von vorne los. Somit haben wir unser erstes Ziel erreicht. Das nächste wird die Bestimmung dieser Pflanzen sein...

Es rätselt und kultiviert weiter
Euer Sukkulentarium Prof.bio.bass(fung)V.Muthandi

Schiefer

Montag, 28. Januar 2008