Mexico-2011 - Von Cerritos nach Matehuala (Teil 1: Nuñez)

Samstag, 12. November 2011 Expedition

Am 12.11.2011 legten wir den ersten Stopp bei Nuñez ein, wir hatten vor den Vormittag an Ariocarpus bravoanus - Standorten zu verbringen. Wir parkierten etwas abseits der Mex57. Gleich kam ein ortsansässiger Farmer und sagte ziemlich barsch wir sollten hier auf keinen Fall Pflanzen, v.a. "Peyote" entnehmen, das käme hier öfters vor. Erst als wir ihm unsere Kameras zeigten und versicherten das wir nichts mitnehmen liess er uns den kleinen Feldweg passieren.



Luftlinie waren es von unserem Parkplatz aus etwa 850m aber wir wurden wieder einmal durch die Begleitvegetation in dieser herrlichen Gegend gehörig aufgehalten. Es zeigten sich gedrungene Astrophytum myriostigma, wild bedornte Echinofossulocacteen, viele Polster Mammillaria formosa, Neolloydia conoidea, Echinocereus pentalophus, E. enneacanthus, und dieses fette Exemplar
Echinocereus pectinatus:




Ferocactus hamatacanthus var. hamatacanthus


Lophophora williamsii
sowie Glandulicactus uncinatus, Coryphantha parkeri, Coryphantha pectinata,
Ferocactus pilosus, Echinocatus platyacanthus usw.

Erst nach längerer Suche zu viert gelang es J.C. einen adulten Ariocarpus bravoanus zu finden. Nach einer Weile zeigten sich geschätzt 200 Exemplare in sehr gutem Zustand. An einigen Pflanzen waren noch vertrocknete Blütenreste, auch reife Früchte zu beobachten.














zusammen mit Thelocactus hexaedrophorus:


An Stellen mit starker Erosion in den kleinen Hügeltälern zeigte sich sehr gut die Bodenstruktur.

mit einem dicken Grinsen im Kakteenliebhabergesicht traten wir den Rückzug an.


Vor dem nächsten Halt an der Huizache-Kreuzung zeigte uns noch ein Einheimischer stolz die frischen Klapperschlangen die es bei ihm heute zum Mittagessen gibt... Hier in der Gegend gäbe es sehr viele davon...



Nach diesem Erfolg ging die Fahrt weiter über die Mex57 immer weiter nördlich zur Huizache-Kreuzung.

Yucca-Aussaat im Sukkulentarium

Samstag, 9. Januar 2010 Gärtnerwissenschaft

Von unserem Kakteenfreund Herrn Kauderwelsch aus Mexico bekamen wir unter anderem ein Samenpäckchen mit der Aufschrift "Agave spec. Espacio Esculórco c.v. México City " geschickt:




Die Aussaat brachte Pflanzen die uns einige Zeit Rätsel aufgaben.
Erst bei der Durchsicht der neuen Sonderpublikation der DKG ging uns ein Licht auf: es musste sich demnach um einen Vertreter aus der Gattung Yucca bzw. Hesperoyucca (Halbsträucher und Schopfbäume) handeln.

Wir haben nun zu Studienzwecken folgende zur Sammlung passende Arten dieser hochinteressanten Begleitvegetation zusammengestellt und gegen 14:00 je 25 Korn ausgesäht:



Yucca elata


Yucca flaccida


Yucca reverchonii


Yucca rigida


Yucca rostrata


Yucca torreyi


Yucca treculeana


Einen sehr guten Überblick über die Vertreter dieser wundervollen Gattung sowie Verbreitungskarten bekommt ihr H I E R.

Die Samen haben wir in je zwei verschiedenen Substraten ausgesäht:

1. rein mineralisch (Kieselgur/Blähton/Quarzkies- Körnung 0.5mm)
2. mineralisches Aussaatsubstrat + 1/3 Anzuchterde

Verwendet haben wir 13,5cm hohe Rübenwurzlertöpfe, da die Pflanzen das Pikieren & Umtopfen wohl eher nicht so gut vertragen.
Einige Autoren schreiben man sollte die Samen eine Nacht vor der Aussaat in Wasser einweichen, aber das haben wir ausfallen lassen denn die Töpfe stehen bis zur Keimung bei uns zur Hälfte im 27°C warmen 0,1%-Chinosol-Wasser. Durch die starke Kapillarwirkung der mineralischen Komponenten ist die Substratoberfläche solange dauerhaft nass.
Nachts fällt die Temperatur dann in der Anzuchtsbox auf ca.19,5°C. Bei vielen Kakteen hat sich dieser nächtliche Temperaturabfall als ausgesprochen keimfördernd erwiesen.

Über Kulturergebnisse berichten wir wie immer hier an dieser Stelle.

-Abt. Begleitvegetation-

Aussaatkontrolle (Schale 2/2 nach 13 Tagen)

Montag, 8. Dezember 2008


Von Ausaat 25/11/08

Huichol Votivschild

Samstag, 19. Januar 2008




aus: Le Peyotl- La Plante qui fait les yeux émerveillés ; A. Rouhier (1927)

Pollinationsübungen

Sonntag, 30. Dezember 2007 Gärtnerwissenschaft

Hier geht es zum Bestäubungsworkshop. Ob das mit den Wattestäbchen mehr bringt im Gegensatz zur Pinzetten-Penetriermethode müssen wir in der nächsten Runde erst einmal testen. Das mit den Strümpfen zur Verhütung leuchtet ein...