Mexico-2011 - Cerritos

Expedition

An jenem Tag war unser Ziel Standorte von Turbinicarpus laui Glass & Foster sowie Turbinicarpus pseudopectinatus ssp. pseudopectinatus Glass & Foster im Tepozan-Areal zu besuchen. Am Vorabend hatte uns sogar der Barkeeper in einer Tequila-Bar diese Gegend empfohlen und den Weg zu einem Standort auf eine Papier-Serviette gezeichnet. Zufälligerweise wollten wir genau dorthin. Der nette Barmann erzählte uns dann noch bei der ausgiebigen Getränkeausgabe von einem Verwandten aus der Gegend, der eine Kakteensammlung pflegt. Leider war der an diesem Abend nicht abkömmlich.
Eine weitere bemerkenswerte Information für uns war das 2011 von Einheimischen eine Initiative zum Schutz der Tepozan-Kakteen-Standorte gestartet wurde. Leider ist ein Schild mit dem Hinweis zum Schutz dieser Standorte wohl noch zu wenig, uns wurde berichtet das es wohl immer noch zu starken Entnahmen von seltenen "Biznagas" durch Ausländer aus der Gegend kommt(...)

Diese Hügel sind geprägt vom sogenannten Matoral submontano, einem ziemlich grünen und recht dichtem Trockenwald von 2-3m Höhe, durchzogen von kleinen erodierenden Wasserablaufrinnen. An kleinbleibenden Gewächsen fanden wir neben den unten genannten Kakteen v.a. Gräser, Selaginella, Tradescantia und Kallstroemia.





Die Böden auf diesen Hügeln sind meist mineralisch: verwitterter, verfestigter feiner Kalk-Schotter. Wohl auch wegen des starken Bewuchses ist ein recht hoher, stetiger Humusanteil gegeben.


hier ist der anstehende Plattenkalk gut zu sehen wie er sich mit schottrigen Flächen abwechselt


An den offenen Stellen in dieser dichten Wildniss fanden wir zuerst Turbinicarpus laui in grossen Beständen, alle Altersklassen:







...und schliesslich Turbinicarpus pseudopectinatus, allesamt kurz vor der Blüte...




Bis wir Turbinicarpus pseudopectinatus und Tu. laui direkt nebeneinander antrafen.




Bilder der Kakteen-Begleitflora: Ariocarpus retusus var. scapharostroides,


Astrophytum myriostigma (mit Nachwuchs),


btw: genau dieses Astrophytum-Bild entstand exakt um 11:11:11 Uhr (wohlgemerkt am 11.11.11) (mexikanischer Zeitrechnung):



sowie schöne, feiner bedornte Thelocactus hexaedrophorus

und bemerkenswerte Mammillaria candida, dumetorum, kurz vor der Blüte

die Zeit verging wieder mal wie im Flug und wir hatten einen langen Rückmarsch vor uns. Den ganzen Tag durchsuchten wir diese Stellen hier natürlich auch intensiv nach der Kreuzung der beiden Turbinicarpus-Arten, dem Turbinicarpus Xmombergeri. Wir hoffen das die Pflanzen nur zu gut getarnt waren und nicht komplett von illegalen Sammlern entfernt wurden....



Durch diesen dornigen Trockenwald zu wandern dauerte länger als geplant und so kamen wir gerade noch im Sonnenuntergang zurück nach Cerritos.
Die letzten 500 Meter stärkten uns der Anblick von blühendem Ololiuqui.






Blick vom Tepozan-Hügel auf Cerritos


Abends sahen wir uns in dieser kleinen Stadt u.a. lustige Kräuterläden mit unglaublich exotischen Zutaten für allerlei Zauberei und die köstliche mexikanische Küche an. Den nächsten Reisetag planten wir dann bei einigen kühlen Mexikobierchen im Hotel Laser.


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Kommentare

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  1. dr.rankenstein schreibt:

    !!!


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