Mexico-2011 - Matehuala (Teil 2: Ariocarpus fissuratus var. hintonii)

Sonntag, 13. November 2011 Expedition

Ariocarpus fissuratus var. hintonii einmal in Natura zu Gesicht zu bekommen ist sicher ein Traum eines jeden Kultivateurs nordmexikanischer Kleingattungen. Dieser sollten sich auf diesem Hügel südl. Matehualas am 13.11.11 erfüllen...




die Pflanzen waren ohne Blüten in dem ocker-steinig-tonigem Boden ausserordentlich schwierig aufzufinden


















Bewohner des Trockenhügels: Phrynosoma modestum

>Begleitvegetation im Album: Ariocarpus fissuratus var. hintonii am Naturstandort



und weiter ging es zu einem Standort von Turbinicarpus schmiedickeanus ssp. macrochele var. macrochele Taylor (folgt in Teil 3)

Mexico-2011 - Matehuala (Teil 1: Turbinicarpus polaskii)

Sonntag, 13. November 2011 Expedition

Nach einer Nacht im Hotel Matehuala (das liegt mitten in der Innenstadt) starteten wir nach einigen "Tamales" und stärkendem Maistrunk auf den ersten Turbinicarpus polaskii - Hügel:





wir fanden in diesem sehr dicht bewachsenen Terrain (Matorral rosetofilo) meist zwischen Steinplatten nur wenige dieser von uns schon lange kultivierten Pflanzen...



Turbinicarpus schmiedickeanus ssp. macrochele var. polaskii Zachar


bei der Suche stiessen wir u.a. auf herrliche Thelocacteen,


Mammillaria sempervivi,


und ganz in der Nähe von seltsamen Skorpionen wärmte sich eine prächtge Thamnophis cyrtopsis auf dem Turbihügel auf:


als wir über die Westflanke des Hügels herabstiegen kam uns noch diese Neolloydia conoidea (fma. matehualensis ?) Cristata vor die Linse:


Zurück in der Ebene liefen wir vorbei an einigen schönen Echinocereus-Polstern sowie blühenden Mammillaria compressa-Brummern:


Hier überraschte uns noch angenehm kühlender Tillandsienbaumschatten sowie ein Wasserloch mit lustigen Bewohnern:



wer vermutet im Turbi-Land schon Wasserschildkroeten?

Zum Glück hatten wir nach dieser Exkursion genügend eisgekühlte Drinks im Kofferraum, denn über unseren durstigen Gesichtern kreisten auf dem Weg zum Auto schon die ersten Geier...


Gegen 11:45 brachen wir auf und fuhren ein Stück weiter südlich um den sagenumwobenen Ariocarpus fissuratus var. hintonii aufzusuchen (Fortsetzung folgt...)




Mexico-2011 - Von Cerritos nach Matehuala (Teil 2: Huizache)

Samstag, 12. November 2011 Expedition

Um 15:39 stellten wir den Motor an der Huizache-Kreuzung ab. Dies ist wohl unter Freunden der mexikanischen Kakteen einer der bekanntesten Spots, da die Artenfülle bis auf den heutigen Tag überwältigt.

Blick von der Kreuzung her aus in den Norden:








im Feld:



hier unser Track an der Huizache-Kreuzung:
Bilder in voller Grösse hier: Huizache




Um noch vor Sonnenuntergang in Matehuala einzuchecken verliessen wir diesen legendären Ort bereits um 17:15 wieder.






Abends bummelten wir durch Matehuala und genossen bei einigen Cervezas noch etwas die Vorfreude auf die Expeditionen der folgenden Tage...

Mexico-2011 - Von Cerritos nach Matehuala (Teil 1: Nuñez)

Samstag, 12. November 2011 Expedition

Am 12.11.2011 legten wir den ersten Stopp bei Nuñez ein, wir hatten vor den Vormittag an Ariocarpus bravoanus - Standorten zu verbringen. Wir parkierten etwas abseits der Mex57. Gleich kam ein ortsansässiger Farmer und sagte ziemlich barsch wir sollten hier auf keinen Fall Pflanzen, v.a. "Peyote" entnehmen, das käme hier öfters vor. Erst als wir ihm unsere Kameras zeigten und versicherten das wir nichts mitnehmen liess er uns den kleinen Feldweg passieren.



Luftlinie waren es von unserem Parkplatz aus etwa 850m aber wir wurden wieder einmal durch die Begleitvegetation in dieser herrlichen Gegend gehörig aufgehalten. Es zeigten sich gedrungene Astrophytum myriostigma, wild bedornte Echinofossulocacteen, viele Polster Mammillaria formosa, Neolloydia conoidea, Echinocereus pentalophus, E. enneacanthus, und dieses fette Exemplar
Echinocereus pectinatus:




Ferocactus hamatacanthus var. hamatacanthus


Lophophora williamsii
sowie Glandulicactus uncinatus, Coryphantha parkeri, Coryphantha pectinata,
Ferocactus pilosus, Echinocatus platyacanthus usw.

Erst nach längerer Suche zu viert gelang es J.C. einen adulten Ariocarpus bravoanus zu finden. Nach einer Weile zeigten sich geschätzt 200 Exemplare in sehr gutem Zustand. An einigen Pflanzen waren noch vertrocknete Blütenreste, auch reife Früchte zu beobachten.














zusammen mit Thelocactus hexaedrophorus:


An Stellen mit starker Erosion in den kleinen Hügeltälern zeigte sich sehr gut die Bodenstruktur.

mit einem dicken Grinsen im Kakteenliebhabergesicht traten wir den Rückzug an.


Vor dem nächsten Halt an der Huizache-Kreuzung zeigte uns noch ein Einheimischer stolz die frischen Klapperschlangen die es bei ihm heute zum Mittagessen gibt... Hier in der Gegend gäbe es sehr viele davon...



Nach diesem Erfolg ging die Fahrt weiter über die Mex57 immer weiter nördlich zur Huizache-Kreuzung.

Mexico-2011 - Cerritos

Freitag, 11. November 2011 Expedition

An jenem Tag war unser Ziel Standorte von Turbinicarpus laui Glass & Foster sowie Turbinicarpus pseudopectinatus ssp. pseudopectinatus Glass & Foster im Tepozan-Areal zu besuchen. Am Vorabend hatte uns sogar der Barkeeper in einer Tequila-Bar diese Gegend empfohlen und den Weg zu einem Standort auf eine Papier-Serviette gezeichnet. Zufälligerweise wollten wir genau dorthin. Der nette Barmann erzählte uns dann noch bei der ausgiebigen Getränkeausgabe von einem Verwandten aus der Gegend, der eine Kakteensammlung pflegt. Leider war der an diesem Abend nicht abkömmlich.
Eine weitere bemerkenswerte Information für uns war das 2011 von Einheimischen eine Initiative zum Schutz der Tepozan-Kakteen-Standorte gestartet wurde. Leider ist ein Schild mit dem Hinweis zum Schutz dieser Standorte wohl noch zu wenig, uns wurde berichtet das es wohl immer noch zu starken Entnahmen von seltenen "Biznagas" durch Ausländer aus der Gegend kommt(...)

Diese Hügel sind geprägt vom sogenannten Matoral submontano, einem ziemlich grünen und recht dichtem Trockenwald von 2-3m Höhe, durchzogen von kleinen erodierenden Wasserablaufrinnen. An kleinbleibenden Gewächsen fanden wir neben den unten genannten Kakteen v.a. Gräser, Selaginella, Tradescantia und Kallstroemia.





Die Böden auf diesen Hügeln sind meist mineralisch: verwitterter, verfestigter feiner Kalk-Schotter. Wohl auch wegen des starken Bewuchses ist ein recht hoher, stetiger Humusanteil gegeben.


hier ist der anstehende Plattenkalk gut zu sehen wie er sich mit schottrigen Flächen abwechselt


An den offenen Stellen in dieser dichten Wildniss fanden wir zuerst Turbinicarpus laui in grossen Beständen, alle Altersklassen:







...und schliesslich Turbinicarpus pseudopectinatus, allesamt kurz vor der Blüte...




Bis wir Turbinicarpus pseudopectinatus und Tu. laui direkt nebeneinander antrafen.




Bilder der Kakteen-Begleitflora: Ariocarpus retusus var. scapharostroides,


Astrophytum myriostigma (mit Nachwuchs),


btw: genau dieses Astrophytum-Bild entstand exakt um 11:11:11 Uhr (wohlgemerkt am 11.11.11) (mexikanischer Zeitrechnung):



sowie schöne, feiner bedornte Thelocactus hexaedrophorus

und bemerkenswerte Mammillaria candida, dumetorum, kurz vor der Blüte

die Zeit verging wieder mal wie im Flug und wir hatten einen langen Rückmarsch vor uns. Den ganzen Tag durchsuchten wir diese Stellen hier natürlich auch intensiv nach der Kreuzung der beiden Turbinicarpus-Arten, dem Turbinicarpus Xmombergeri. Wir hoffen das die Pflanzen nur zu gut getarnt waren und nicht komplett von illegalen Sammlern entfernt wurden....



Durch diesen dornigen Trockenwald zu wandern dauerte länger als geplant und so kamen wir gerade noch im Sonnenuntergang zurück nach Cerritos.
Die letzten 500 Meter stärkten uns der Anblick von blühendem Ololiuqui.






Blick vom Tepozan-Hügel auf Cerritos


Abends sahen wir uns in dieser kleinen Stadt u.a. lustige Kräuterläden mit unglaublich exotischen Zutaten für allerlei Zauberei und die köstliche mexikanische Küche an. Den nächsten Reisetag planten wir dann bei einigen kühlen Mexikobierchen im Hotel Laser.


Mexico-2011 - Von Rio Verde nach Cerritos

Donnerstag, 10. November 2011 Expedition

Am 10.11.2011 führte uns unsere Tour über Progreso, St. Domingo, Villa Juarez nach Cerritos. Entlang dieser Strecke legten wir einige "15-Minuten-Vegetationscheck-Stopps" ein wobei gleich der erste zu ungeahnten Höhen führte und von 10:45 - 14:17 andauerte....





schon unweit der Strasse zogen uns zuerst viele hunderte schöne Exemplare von Thelocactus hexaedrophorus in ihren Bann:




Weitere Thelocactus-Standortbilder hier: Thelocactus


bis schliesslich herrliche Formen von Mammillaria formosa, Mammillaria albata sowie Mammilloydia candida uns den Hügel hochlockten:
















oben angekommen erwarteten uns prächtige Ariocarpus retusus - Kandidaten, meist gut versteckt in dichten Hechtien-Horsten. Der Standort wirkte ziemlich intakt und unberührt, auch waren kaum Spuren von Überweidung zu beobachten. Die Aussichten auf die Gegend in Kombination mit den phantastischen Pflanzen waren wirklich ein unvergessliches Naturerlebnis.













die Pflanzen waren z.T. sehr alt und voll in Fahrt...

Nachmittags verbrachten wir eine schöne Zeit auf Turbinicarpus bonatzii-Hügeln, die Pflanzen waren stets gut versteckt:




Bemerkenswert hübsche Begleitvegetation:

Agave stricta


ein uns noch unbekanntes Blümelein

Die Ebene welche wir an diesem Tag durchquerten zeigte sich nach der Regenzeit in voller Blüte, alles wirkte durch div. Compositae in gelben Schimmer getaucht:





Wir kamen einmal wieder auf den letzten Drücker am Zielort ein und nahmen das erstbeste Hotel, welches sich zwar als das Erste aber nicht als das Beste herausstellte. Das Hotel "Central" am Hauptplatz war völlig überteuert und sein Geld nicht wert. Daher wechselten wir tags darauf ins günstigere und superangenehme Hotel "Laser"... Von dort aus planten wir Standorte von Turbinicarpus lauii in Kombination mit Turbinicarpus pseudopectinatus aufzusuchen.

Mexico-2011 - Rio Verde

Mittwoch, 9. November 2011 Expedition

Am 09.11.11 suchten wir vormittags erfolglos Turbinicarpus lophophoroides im El Rosario-Areal,
anschliessend stellten wir entsetzt fest das ein Turbinicarpus schmiedickeanus ssp. rioverdensis-Standort Bauarbeiten zum Opfer gefallen ist...




wir erfreuten uns noch kurz an schönen Exemplaren Mammillaria dumetorum sowie Coryphantha palmeri...


...und weiter gings zu ergiebigen Turbinicarpus lophophoroides-Standorten östlich Rio Verde:




Am Spätnachmittag haben wir uns in der Media Luna bei N 21° 51.650 W 100° 01.650 dann noch etwas erfrischt,
Eine Warmwasserquelle mit herrlicher Unterwasser Flora- und Fauna.




Abends im Hotel besprachen wir die Route des folgenden Reisetages, es sollte über Turbinicarpus bonatzii-Standorte nach Cerritos gehen.